Wire Card AG - (WKN:
747206 / ISIN: DE0007472060 / Symbol: IGP)
Interviewpartner: Dr. Markus Braun, Vorstandsvorsitzender
Die
Wire Card AG ist einer der führenden Hersteller von Echtzeitbezahlsystemen
im Internet. Aufgrund der zum Einsatz kommenden Plattform-Lösung
ist eine leichte Einbindung in die IT der Firmenkunden möglich.
Besonderheit bei Wire Card ist dabei die gleichzeitige Bonitätsprüfung
des Endkunden. Darüber hinaus können Firmenkunden weitere
Funktionen wie Mahnwesen an die Wire Card auslagern.
Seit April letzten Jahres ist die Wire Card auch mit
CLICK2PAY am Markt vertreten, einem Konsumenten-Bezahlsystem für
Klein- und Kleinstbeträge. Speziell im Bereich der Online-Spiele
und des Musik-Downloads will Wire Card an den ausgezeichneten Wachstumsprognosen
partizipieren.
Das Unternehmen hat die Zahlen für das zweite
Quartal veröffentlicht. Danach hat das Unternehmen seinen dynamischen
Wachstumskurs fortgeführt. Gegenüber dem Vorjahr wurde der
Umsatz verdoppelt und das EBIT fast verdreifacht. Die EBIT-Marge beträgt
mittlerweile 13,7%. „Das Vorstandsinterview“ hat den Vorstandsvorsitzenden
der Wire Card AG, Hr. Dr. Markus Braun, zu den Zukunftsaussichten des
Unternehmens befragt.
Das Vorstandsinterview (DVI): Die Wire Card AG entstand
Ende 2004 aus einem Reverse IPO der InfoGenie Europe AG mit der Wire
Card Technologies AG. Dazu standen Anfechtungsklagen der Altaktionäre
im Raum. Welche Risiken ergeben sich für die Wire Card daraus noch
oder ist dieses Kapitel abgeschlossen?
Dr. Braun: Mit den anfechtenden Aktionären konnte
man sich bereits Anfang März 2005 einigen.
Die in der Hauptversammlung vom Dezember 2004 beschlossene Kapitalerhöhung
ist seit 14. März 2005 in das Handelsregister eingetragen. Als
Teil der Einigung mit den anfechtenden Aktionären wurde im Mai
2005 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung zu einem Kurs von 2,09 durchgeführt,
bei der die ebs Holding AG auf die Ausübung ihrer Bezugsrechte
verzichtete.
DVI: Dem Markt für Interneteinkäufe wird
für die nächsten Jahre ein enormes Entwicklungspotential prognostiziert.
In welcher Größenordnung wollen Sie daran partizipieren?
Dr. Braun: Aufgrund des einzigartigen Leistungsportfolios
der Wire Card konnten wir in den letzten Jahren eine klare Führungsrolle
vor allem im europäischen Markt für elektronische Zahlungsabwicklung
beanspruchen. Mittelfristig werden wir diese Position weiter festigen,
nicht zuletzt durch ein verstärktes Engagement im amerikanischen
und asiatischen Raum.
Hierbei profitieren wir von der Tatsache, dass primär die großen
und oftmals internationalen Inhalte- und Produkt-Anbieter die Gewinner
der zunehmenden Akzeptanz des Internets als Handelsmedium sind. Wire
Card trägt den individuellen Anforderungen dieser Unternehmen durch
die Entwicklung branchenspezifischer Lösungspakete Rechnung. Somit
sind wir optimal aufgestellt, um zukünftig maximal vom weiteren
Wachstum des elektronischen Handels zu profitieren.
DVI: Die Internetbezahlsysteme sind endkundenbezogen.
Über 1,3 Mio. Haushalte allein in Deutschland haben mittlerweile
ein Konto bei Paypal. Wie beurteilen Sie die Position des Wettbewerbs?
Dr. Braun: An dieser Stelle gilt es zwischen unseren
einzelnen Produkten zu differenzieren. Mit CLICK2PAY steht lediglich
ein Teil unseres Leistungsportfolios im Wettbewerb zu Paypal. Unsere
zentrale Software Plattform hingegen ermöglicht unseren Kunden
ein umfassendes Outsourcing ihrer Finanzprozesse. Dies umfasst neben
der Abwicklung elektronischer Zahlungen auch Themen, wie Bonitätsprüfung,
Rechnungsstellung, Reklamations- und Mahnwesen und vieles mehr.
Gleichzeitig ist CLICK2PAY aufgrund seiner globalen Ausrichtung und
einer übergreifenden Branchen-Orientierung gegenwärtig in
einer einzigartigen Ausgangsposition. Insbesondere das breite Einsatzspektrum
unserer Lösung war in den letzten 12 Monaten der wesentliche Motor
unseres starken Wachstums.
Wenngleich wir nicht initial wie Paypal von der engen Verzahnung mit
einer großen Handelsplattform profitieren konnten, so hat sich
diese Unabhängigkeit auch in vielerlei Hinsicht als erheblicher
Vorteil erwiesen.
DVI: Wie sehen Sie die Zukunft von CLICK2PAY? Wie hoch
soll die Kundenzahl in den nächsten beiden Jahren werden?
Dr. Braun: CLICK2PAY hat während der letzten 12
Monate ein bemerkenswertes Wachstum erfahren und sich international
unter den führenden alternativen Bezahlverfahren positionieren
können. Insbesondere durch die Zusammenarbeit mit großen
Multiplikatoren wie Medienhäusern gehen wir davon aus, dass sich
unser Wachstum sogar noch wesentlich beschleunigen wird, und wir in
absehbarer Zeit die meisten Wettbewerber hinsichtlich der Kundenzahlen
hinter uns lassen werden.
DVI: Eine weitere Ertragssäule ist im B2B-Bereich
die Financial-Supply-Chain (FSC). Hier werden bei den Firmen weltweit
Einsparpotentiale von 230 Mrd. $ p.a. vorhergesagt. Wie sind Sie hier
aufgestellt, um an dieser Entwicklung teilhaben zu können?
Dr. Braun: Gegenwärtig ist Wire Card eines der
wenigen Unternehmen, die über eine umfassende Software-Lösung
für den Bereich Financial Supply Chain Management verfügen.
So konnten wir bis dato auf Basis unserer Plattform für mehr als
2.000 angeschlossene Unternehmen substantielle Verbesserungen im Geld-
und Warenverkehr mit Kunden, Partnern und Zulieferern erzielen. Zielsetzung
war es hierbei, die internen und externen Zahlungsströme unserer
Kunden schneller, zuverlässiger und kostengünstiger abzuwickeln.
Gleichzeitig erzielten wir zumeist erhebliche Kosteneinsparungen durch
reduzierten Zahlungsausfall, minimierten Personalbedarf und niedrigere
Forderungsaußenstände.
Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung, der Fokussierung auf spezifische
Branchen und der Fähigkeit, komplexe Geschäftsprozesse vollständig
in unserer Plattform abzubilden, sind wir für die Herausforderungen
der Zukunft bestens gerüstet.
DVI: Im Bereich der FSC haben Sie mittlerweile 5 individualisierte
Branchenlösungen entwickelt. Stecken Entwicklungen für weitere
Branchen in der Pipeline oder wollen Sie es bei diesem Portfolio bewenden
lassen?
Dr. Braun: Die Ausrichtung auf 5 Ziel-Branchen orientiert
sich vor allem an den wesentlichen gegenwärtigen Wachstumsmärkten
für elektronischen Handel. Selbstverständlich werden wir dieses
Portfolio im Laufe der Zeit entsprechend erweitern.
DVI: Wer sind Ihre größten Kunden in den
jeweiligen Bereichen?
Dr. Braun: Das Kunden-Portfolio der Wire Card umfasst
eine Vielzahl renommierter internationaler Unternehmen.
Hierzu zählen beispielsweise Medien-Unternehmen, wie ProSieben/Sat1
oder Tiscali. Auch sind wir stark im Luftfahrt und Touristik-Bereich
vertreten, u.a. mit dba und GTI Travel. Daneben zählen auch Unternehmen,
wie QVC, HSE oder beispielsweise Party Gaming zu unseren Kunden.
DVI: Am Markt sind mittlerweile eine Vielzahl von Internet-basierten
Bezahlsystemen vertreten. Wer sind Ihre größten Wettbewerber?
Dr. Braun: Der Hauptwettbewerb sind nach wie vor eigenentwickelte
Systeme, die jedoch zunehmend Outsourcing-Lösungen weichen.
Gegenwärtig betrachten wir im Bereich der Zahlungs- und Risikomanagement-Plattformen
Bibit und im amerikanischen Raum Cybersource als unsere unmittelbare
Konkurrenz.
Im Bereich alternativer Bezahlsysteme steht CLICK2PAY mit PayPal und
NETeller im Wettbewerb.
DVI: Im Bereich der elektronischen Zahlungssysteme
haben Sie mittlerweile eine führende Rolle. In Europa sind Sie
neben Deutschland und England auch in Frankreich und Spanien vertreten.
Welche europäischen Länder stehen in den nächsten Jahren
auf der Agenda?
Dr. Braun: Neben unseren Aktivitäten in Amerika
und Asien sind wir natürlich stetig bemüht unsere Position
am europäischen Heimat-Markt weiter auszubauen. In der ersten Hälfte
diesen Jahres haben wir hierbei vor allem unsere Aktivitäten in
Frankreich und Spanien intensiviert. Selbstverständlich möchte
ich nicht ausschließen, dass wir nicht auch in weiteren Ländern
Europas unsere direkte Präsenz weiter ausbauen werden.
DVI: Einer der größten Wachstumsmärkte
im Internet ist zurzeit Asien und hier vor allem China. Wie sehen Ihre
Pläne für die weitere Entwicklung in diesem Markt aus?
Dr. Braun: Bereits heute sind wir im asiatischen Raum
stark vertreten. Vor allem CLICK2PAY nimmt hier eine Vorreiterrolle
ein – so akzeptieren wir bereits allein in China 21 verschiedene
lokale Zahlungsverfahren. Der asiatische Markt ist für uns insgesamt
ausgesprochen interessant und bietet ein erhebliches Wachstumspotential.
DVI: Sie haben mit Ihren Produkten auch den „Internet-Hauptmarkt“
USA im Visier. Wie wollen Sie auf diesem Markt Fuß fassen und
den dortigen Wettbewerbern Marktanteile abnehmen?
Dr. Braun: In einzelnen Branchen sind wir bereits heute
stark am amerikanischen Markt vertreten. Nicht zuletzt profitieren wir
von unserer internationalen Ausrichtung, die uns wesentlich von unserem
amerikanischen Wettbewerb unterscheidet.
Amerikanische Zahlungsdienstleister sind zumeist zu stark auf den nationalen
US-Markt ausgerichtet und verfügen nicht über unser breites
internationales Leistungsspektrum und unsere Kenntnis der individuellen
Charakteristika lokaler Märkte. Dies ist für uns vor dem Hintergrund
der zunehmend globalen Ausrichtung des elektronischen Handels ein idealer
Ansatzpunkt für ein verstärktes Engagement am US-Markt.
DVI: Laut Ihrer Segmentberichterstattung ist Deutschland
derzeit der absolute Hauptumsatzträger. Wie werden sich die Umsätze
zukünftig geographisch aufteilen?
Dr. Braun: Die regionale Aufteilung im Segmentbericht
bezieht sich auf den Produktionsstandort, da eine genaue Zuordnung der
Umsätze bzw. der Endkunden nach Regionen im weltweiten elektronischen
Handel nur bedingt möglich ist.
Der Großteil unserer Transaktionsvolumina wird jedoch in US Dollar
und Euro abgewickelt. Mittelfristig erwarten wir hier einen Anstieg
des Anteils asiatischer Währungen.
DVI: Die elektronische Zahlungsabwicklung betreiben
Sie mit eigenen Systemen und haben hier in der Vergangenheit eine Systemverfügbarkeit
von 100% erreichen können. Können Sie diesen hervorragenden
Wert auch in der Zukunft halten?
Dr. Braun: Wir konnten über einen Zeitraum von
mehreren Jahren eine 100%ige System-Verfügbarkeit unserer Systeme
erzielen. Häufig war dies auch für unsere Kunden ein wesentliches
Entscheidungskriterium zu unseren Gunsten.
Selbstverständlich werden wir durch entsprechende Investitionen
in die weitere Entwicklung unserer Software und den Ausbau unserer Infrastruktur
diesen Qualitätslevel auch weiterhin beibehalten.
DVI: Durch die Übernahme der Zahlungsabwicklung
entstehen doch auch Haftungsrisiken. Wie begegnen sie diesen Risiken
bzw. welche Maßnahmen haben Sie zur Risikominimierung ergriffen?
Dr. Braun: Das Management bzw. die Minimierung der
mit der Abwicklung elektronischer Zahlungen verbundenen Risiken zählt
zu den Kernkompetenzen der Wire Card. Wir greifen hierfür auf ein
breites Spektrum an Kontroll- bzw. Prüfmechanismen zurück,
darunter algorithmischen Verfahren und umfassende historische Datenbestände.
DVI: Neben dem Electronic Payment an Risk Management
(EPRM) haben Sie den operativen Bereich Call Center & Communication
Services (CCS). Wie sieht Ihre Planung für diesen Bereich in den
nächsten Jahren aus?
Dr. Braun: Den Geschäftsbereich Call Center &
Communication Services sehen wir vorrangig als Ergänzung zu unserem
eigentlichen Kerngeschäft. Ziel ist es hierbei, im Zusammenspiel
mit unserer Software Plattform eine maximale Wertschöpfungstiefe
innerhalb der Kundenorganisation zu erzielen.
So erlaubt beispielsweise erst ein mit dem Themenkreis des Zahlungsverkehrs
vertrautes, international ausgerichtetes Call Center eine effektive
Unterstützung unserer Kunden in den Bereichen Risikomanagement
oder Reklamations- und Mahnwesen.
DVI: Der CCS-Bereich schreibt derzeit noch „rote
Zahlen“. Werden sich die Synergieeffekte mit EPRM noch so fortsetzen,
dass mit einem positivem Ergebnis zu rechnen ist, und wenn ja, bis wann?
Dr. Braun: Im CCS Bereich kam es in den vergangenen
Jahren zu erheblichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung
und Neuausrichtung dieses Geschäftsfeldes. Unter anderem wurde
massiv in die Steigerung der Servicequalität, die effizientere
Gestaltung von Prozessen und die IT-Infrastruktur investiert.
Wir gehen davon aus, dass sich dieses Segment spätestens in 2006
für das Gesamtjahr durch weitere Synergieeffekte aber auch externes
Wachstum als EBIT positiv darstellt.
DVI: Das Marktwachstum wird mit 15 - 20 % jährlich
prognostiziert. Sie wollen mit Wire Card ein jährliches Wachstum
von 30 % erreichen. Wo sehen Sie Ihre Vorteile gegenüber den Wettbewerbern,
um dieses überproportionale Wachstum zu erzielen?
Dr. Braun: Unser historisches Wachstum bestätigt
uns in unserer strategischen Positionierung als Anbieter eines umfassenden,
über den reinen Zahlungsverkehr hinausgehenden Leistungsspektrums.
Zusätzlich profitieren wir von der Dualität unseres Produkt-Portfolios,
das nicht nur traditionelle Zahlungsverfahren umfasst, sondern uns mit
CLICK2PAY auch eine starke Position im Markt für alternative Bezahlverfahren
sichert.
DVI: Im Vergleich zu den „Als ob“ - Zahlen
des ersten HJ 2004 haben Sie beim Umsatz um 62% zugelegt und das EBIT
fast verdreifacht. Können diese Steigerungsraten auf das restliche
Jahr hochgerechnet werden?
Dr. Braun: Im zweiten Quartal konnten wir eine überdurchschnittlich
positive Entwicklung verzeichnen, die sich entsprechend in den Zahlen
für das erste Halbjahr widerspiegelt. Wir bleiben jedoch auch weiterhin
hinsichtlich des Gesamtjahres bei unseren ursprünglichen Planzahlen,
mit einem Wachstums-Ziel von über 30% im Vorjahresvergleich.
DVI: Sehen sie mit Ihren Wachstumszielen von 30 % schon
das Ende der Fahnenstange erreicht oder wollen Sie in den nächsten
Jahren ein noch größeres Wachstum? Wo wollen Sie mit Ihrem
Unternehmen in 2010 stehen?
Dr. Braun: Wir werden auch langfristig vor dem Hintergrund
einer positiven Markt-Dynamik die gegenwärtigen Wachstumsraten
von über 30% beibehalten, gehen jedoch davon aus, aufgrund von
Skalen-Effekten, unsere Umsatzrentabilität auf 20% steigern zu
können.
DVI: Zum Erreichen Ihrer Wachstumsziele stehen Sie
mit potentiellen strategischen Partnern in Verhandlungen. Können
Sie uns dazu schon näheres sagen? Gibt es schon konkrete Namen?
Dr. Braun: Wir führen gegenwärtig Verhandlungen
mit verschiedenen potentiellen Partnern, können jedoch zum aktuellen
Zeitpunkt - nachdem kein Vertragsabschluß vorliegt – keine
konkreten Namen nennen.
DVI: Sie wollen einen breiteren Anlegerkreis ansprechen.
Steht dem der derzeitige Freefloat von nur 12% nicht entgegen? Bis wann
wollen Sie Ihr Ziel von 25% Freefloat erreichen?
Dr. Braun: Unser Ziel ist es, bis zum Jahresende einen
Free Float von über 25% zu erreichen. Dies kann entweder über
eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung einer Akquisition und/oder
über eine Auflösung der ebs Holding Gesellschafterstruktur
und damit einer direkten Beteiligung der fast 200 Einzelaktionäre
der Holding an der Wire Card AG erreicht werden.
DVI: Der Aktienkurs hat sich im Verlauf dieses Jahres
bisher im Vergleich zu Ihren Ergebniszahlen unterdurchschnittlich entwickelt.
Honoriert der Markt Ihr Potential noch nicht oder leiden Sie unter der
Tatsache, dass keine Vergleichszahlen aus Vorjahren verfügbar sind?
Dr. Braun: Der diesjährige Verlauf des Aktienkurses
hängt einerseits sicherlich mit der noch mangelnden Transparenz
der historischen Entwicklung des neu eingebrachten EPRM Geschäftes
zusammen. Auf der anderen Seite haben unsere Wettbewerber im angelsächsischen
Raum von dem besseren Marktverständnis der dort ansässigen
Investoren und deren Interesse an derartigen Geschäftsmodellen
profitiert.
Eine wichtige Rolle spielt sicherlich auch der derzeit noch geringe
Free Float, der größere nationale und internationale Investorengruppen
an einem Investment an der Wire Card hindert. Wir werden uns in Zukunft
zunehmend der Verbesserung dieser Faktoren widmen.
DVI: Herr Dr. Braun, wo sehen Sie den fairen Wert der
Aktie?
Dr. Braun: Eine eigene Einschätzung des fairen
Wertes der Aktie kann ich als Vorstand nicht geben.
Meine Aufgabe ist es, den Investoren möglichst transparent von
der Attraktivität unseres Geschäftes zu berichten und unser
Unternehmen strategisch und operativ zu entwickeln.
Ob der derzeitige Aktienkurs eine faire Reflektion des Wertes des Unternehmens
ist, bleibt den Investoren überlassen. Wir sehen derzeit rein objektiv
betrachtet lediglich, dass unser Unternehmen im Vergleich zu den Wettbewerbern
unterbewertet ist. Ob dies gerechtfertigt ist, müssen wiederum
die Investoren entscheiden.
DVI: Besten Dank für das Gespräch.
http://www.das-vorstandsinterview.de