Jack White Productions
AG
Interviewpartner: Jack White, Vorstandsvorsitzender
Gehaltene Aktien: 1.750.150 Aktien von 7 Mio. Stück
Das Interview wurde am 16.01.05 geführt.
Hintergrund:
Seit unserem Interview im Juli 2004 hat sich die Jack White Productions
AG weiter ausgesprochen erfreulich entwickelt: Der Kurs stieg von 4,12
Euro auf ca. 6,40 Euro – und das ist nach einhelliger Meinung
von Analysten noch nicht „das Ende der Fahnenstange“. Begründet
wird dies mit der sehr guten Situation des Unternehmens, das 2004 die
prognostizierten Ergebnisse voraussichtlich erreichen konnte (das Ergebnis
nach Steuern wird voraussichtlich bei mindestens 2,2 Mio. Euro liegen).
Dies bedeutet auch eine Steigerung des Gewinns pro Aktie auf ca. 36
Cent. Für 2006 ist geplant, erstmals eine Dividende zu bezahlen
und das Ergebnis je Aktie um mehr als 60 Prozent zu steigern. Wir haben
den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Jack White, zu den Plänen und
Aussichten für das laufende und kommende Jahr befragt.
Das Vorstandsinterview (DVI): Herr White, seit unserem
letzten Gespräch hat sich Ihr Unter-nehmen weiterhin hervorragend
entwickelt. Welche Ihrer drei Sparten „Labels“, „Verlage“
und „Vertrieb“ hat dazu besonders beigetragen?
Herr White: Der absolute Highflyer ist unser Segment
„Labels“, das zirka 50% vom Umsatz und deutlich über
90% des Profits erbringt. Während in den ersten neun Monaten die
Segmente „Verlage“ und „Vertrieb“ noch leicht
im negativen Bereich lagen, hat sich dies im vierten Quartal ins Positive
gedreht. Auch im laufenden Jahr 05 bleibt das Ertragsniveau des Segments
„Labels“ auf einem sehr hohen Niveau.
DVI: Sie erreichten bereits mit den Q3-Zahlen 04 fast
das Niveau des Gesamtjahres 2003. Das heißt, das Jahresergebnis
2004 wird ein neues Rekordergebnis für Ihr Unternehmen?
Herr White: Nach all dem, was wir heute wissen, hat
das Jahr 2004 ein neues Rekordergebnis in der Unternehmensgeschichte
gebracht, und damit haben wir zum vierten Mal in Reihenfolge unsere
Prognosen eingehalten.
DVI: Bitte erklären Sie uns den Charakter der
so genannten NTO-Verträge.
Herr White: Mit den NTO-Verträgen (Non Traditional
Outlets), also Verträgen mit nicht-traditionellen Vertriebswegen
wie etwa Schlecker oder Tchibo, rechnen wir im deutschsprachigen Raum
in diesem Jahr mit insgesamt 1,5 – 2 Mio. Euro Umsatz. Dieses
Marktsegment wird von unserem Herrn Schnittke federführend bearbeitet
und soll in den kommenden Jahren auch auf andere wichtige europäische
Markte ausgedehnt werden.
DVI: Ihr Gewinnwachstum (auf EBIT-Basis) betrug in
den ersten 9 Monaten 2004 rd. 80%. Können Sie dieses Tempo im laufenden
Jahr beibehalten?
Herr White: Wir werden mit Sicherheit auch in diesem
Jahr ein sehr hohes Tempo beibehalten. Genaueres werden wir jedoch erst
bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen und der offiziellen Prognose für
das laufende Jahr Ende März / Anfang April veröffentlichen.
DVI: Ihre operative EBIT-Marge liegt derzeit bei 16%.
Wie sehen Ihre Ziele hier mittelfristig aus?
Herr White: Wir wollen eine EBIT-Marge von über
20% erzielen, voraussichtlich in diesem, spätestens jedoch im kommenden
Jahr. Die Gründe dafür sind in erster Linie die Umstellung
bei Bertelsmann vom Bandübernahmevertrag auf den Vertriebsvertrag
sowie die unserer Meinung nach vorprogrammierte Explosion der neuen
Musikrichtung „Reggaeton“, mit der wir zur Zeit wieder Nummer
Eins in den amerikanischen Billboard-Charts sind. Vorprogrammiert auch
deshalb, denn wenn man in Amerika Nummer eins ist, dann wirkt sich das
automatisch früher oder später weltweit aus. Dies zeigt sich
heute schon vor allem in den ganzen latein-amerikanischen Ländern,
und daran, dass Universal, die in Amerika unser Vertriebspartner sind,
den Weg eingeschlagen hat, unsere Produkte ihrem weltweiten Vertriebsnetz
anzubieten. Für die deutliche Steigerung der EBIT-Marge sind beide
Hauptsäulen, nämlich der neue Vertriebsvertrag mit Bertelsmann
und die Explosion der Reggaeton-Musik gleichbedeutend wichtig.
DVI: Zum 1.Juli 04 hatten Sie die Vertriebsvereinbarungen
mit der Bertelsmann Music Group (BMG) umgestellt. Konnten Sie bereits
in 2004 Auswirkungen verzeichnen, und wie sehen Sie hier die künftige
Entwicklung?
Herr White: Die Umstellung hat sich bereits in der
zweiten Jahreshälfte 04 ausgewirkt, nachdem wir zum Beispiel im
vorangegangenen Jahr 2003 insgesamt knapp 750.000 LP´s verkauft
haben, haben wir nur im 2.Halbjahr 2004 zirka 680.000 LP´s verkauft.
Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Sie beweist nachdrücklich,
dass unsere Entscheidung, vom Bandübernahmevertrag auf Vertriebsvertrag
umzusteigen, richtig war.
In der AG bedeutet die Umstellung auf Vertriebsvertrag,
dass wir in 2005 gegenüber dem Jahr 2003 bei gleichen Verkaufszahlen
eine vorprogrammierte Vervierfachung des Umsatzes und auch eine deutliche
Erhöhung des Gewinns haben werden. Bitte berücksichtigen Sie
jedoch, dass das Jahr 2004 ein Übergangsjahr war, denn wir hatten
hier das erste Halbjahr noch unter dem Bandübernahmevertrag, während
ja nur die zweite Jahreshälfte erst unter dem Vertriebsvertrag
gelaufen ist.
Unter vorsichtigen Annahmen werden wir in der AG in
2005 den Umsatz gegenüber 2004 sicher-lich verdoppeln und das Ergebnis
auch deutlich erhöhen können.
DVI: Was ist der eigentliche Kick an der Umstellung
des Vertriebsvertrages?
Herr White: Dass wir jetzt in der Lage sind, wie die
großen Majors, Künstler unter Vertrag zu nehmen, die wir
uns bisher nicht leisten konnten. Außerdem können wir jetzt
selbst Marketing-strategien entwickeln und selbst entscheiden, dadurch
haben wir eine ganz andere „Power“ im Markt.
DVI: Ihr USA-Geschäft hat sich in 2004 durch den
Wechsel von BMG zu Universal als Vertriebs-partner ebenfalls positiv
entwickelt. Welche Erwartungen haben Sie mittelfristig für diesen
Markt?
Herr White: Auch für die USA haben wir sehr positive
Erwartungen wobei wir doch hier nicht vergessen sollten, dass unsere
amerikanische Company mehr im Katalogbereich tätig ist, aber hierfür
ist Universal der perfekte Partner, weil Universal traditionell etwas
von Back-Katalog versteht, während es bei BMG USA hierfür
keine eigene Abteilung gibt . Wenn Sie allerdings mit USA unsere puertoricanische
Company meinen, dann muß ich sagen, hier wird es einen ganz gewaltigen
Sprung nach vorne geben. Mittelfristig kann ich nicht ausschließen,
dass die Gewinne, die in der Kombination von der amerikanischen Company
und der puertoricanischen Company kommen, mindestens 50% des gesamten
Ertrages darstellen werden.
DVI: Sie verzeichnen bereits stolze Erfolge im Bereich
„Reggaeton-Musik“ in den USA. Wie sehen Sie die Chancen,
auch in Europa mit diesem Musikstil Anklang zu finden?
Herr White: In der Tat ist es richtig, dass –
ausgelöst durch die Titelgeschichte vom Billboard-magazine, dem
größten Musikmagazin der Welt, Anfang November 04 zumindest
erstmal in den USA eine Explosion in der Musikrichtung Reggaeton stattgefunden
hat, und das wird sich, wie schon gesagt, weltweit ausdehnen. Im Herbst
2003 fand ein großes Reggaeton-Konzert im Madison Square Garden
in New York statt, das bis auf den letzten Platz ausverkauft war, und
von 11 Reggaeton-Künstlern waren sieben von unserem Label. Dies
sehen wir als nachhaltigen Beweis dafür, dass diese Musikrichtung
akzeptiert ist und freuen uns, dass unser puerto-ricanisches Label die
absoluten Superstars dieser neuen Musikrichtung unter Vertrag hat.
DVI: Insgesamt sehen Ihre Gewinnerwartungen daher wie
aus?
Herr White: Wir erwarten 50% Gewinn aus der Kombination
Amerika-Puerto Rico, damit ist auch dokumentiert, wie gewaltig „drüben“
die Entwicklung stattfindet. Aber hier in Deutschland werden wir in
diesem Jahr eine „Explosion“ erfahren: Wir werden in 2005
unserem Umsatz in Deutschland mindestens verdoppeln und damit werden
auch die Erträge entsprechend wachsen.
DVI: Bei unserem letzten Gespräch haben Sie erwähnt,
dass Sie sich vom Internetgeschäft Einiges versprechen. Wie hat
sich diese Sparte entwickelt, und wie beurteilen Sie hier die künftigen
Chancen?
Herr White: In der Tat haben wir mit Microsoft einen
non-exklusiven Deal, und Microsoft wird – das wissen wir –
in den nächsten Wochen und Monaten sehr agressiv auftreten, um
apple mehr entgegenzutreten. Auch mit apple sind wir kurz vor einem
Vertragsabschluß, ebenfalls auf non-exklusiver Basis. Insgesamt
wird sich das Internetgeschäft in den nächsten Jahren sehr,
sehr positiv entwickeln. In der Kombination des legalen downloadens
einerseits, den CD-Verkäufen andererseits werden insgesamt die
Umsätze in der weltweiten Musikindustrie wachsen.
DVI: Welchen Ergebnisbeitrag erwarten Sie aus dem Internet-Geschäft?
Herr White: Das kann man heute einfach nicht sagen.
Wir wären nicht seriös, wenn wir hier eine Prognose abgeben
würden, da wir noch nicht genügend Erfahrung mit diesem Geschäftszweig
haben. Die Erfahrung wollen wir erstmal in diesem Jahr sammeln. Natürlich
war es richtig, Microsoft als Partner zu nehmen, und jetzt auch Apple
sich als Partner zu holen, da es eine unaufhaltsame Entwicklung ist:
Aber in Zahlen können wir das heute noch nicht fassen.
DVI: Wie funktioniert hier Ihre Vergütungsstruktur?
Herr White: Über unseren Microsoft-Vertrag erhält
die amerikanische Company 66 Cent pro legal download. Microsoft hat
in der Zwischenzeit bekannt gemacht, dass eine eigene Download-Plattform
zur Verfügung steht, und wir gehen davon aus, dass das Geschäft
in den kommenden Monaten in verstärktem Umfang ins Laufen kommen
wird.
DVI: Sie erwähnten im Juli, dass Sie einen „großen
Hit“ in petto hätten. Können Sie uns verraten, um was
es sich dabei gehandelt hat – und ob es dergleichen bald wieder
geben wird?
Herr White: Nach wie vor ist es ja richtig, dass –
wenn wir mal wieder einen Riesenhit haben würden, alle unsere Prognosezahlen
ad absurdum geführt würden. Wir haben ja im vergangenen Jahr
gesagt, dass wir in 2004 von einem Hit ausgehen, und zwar bei Hansi
Hinterseer mit „Hände zum Himmel“. Wir hatten damit
gerechnet, dass dieser Titel der große Oktoberfest-Hit würde,
er ist es aber nur zur Hälfte geworden. Vielleicht wird er es in
diesem Jahr, aber gerade mit Hansi Hinterseer haben wir einen möglichen
neuen Riesenhit, und vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr, den
ersten richtig großen Hit zu landen mit einem Titel, der „Jessica“
heißt.
DVI: Wird „Jessica“ besonders promoted?
Herr White: Wir haben in Kürze hintereinander
drei große Fernseh-Abendsendungen (Musikanten-stadel, Das Frühlingsfest
der Volksmusik, Servus Hansi Hinterseer); ferner wird es eine Spezial-aktion
nur für die Hütten und die Diskotheken geben. Hier sind hochkarätige
Promotionleute engagiert worden, die sich darum kümmern werden,
dass „Jessica“ ein richtig großer Party-Hit wird.
DVI: Könnte noch ein anderer Titel ein großer
Hit werden?
Herr White: Ganz aktuell gehen wir davon aus, dass
„Gasolina“ von Daddy Yankee in Richtung Welthit marschiert:
In den USA ist dieser Titel seit heute in den Top 40 der Billboard Hot
100 Single-Charts (Platz 35). Die Listung mit „bullit“ deutet
darauf hin, dass es weiter nach oben geht. Auch die neueste LP von Daddy
Yankee ist in Serie seit vier Wochen auf Platz eins in den Latin Album-Charts.
DVI: Herr White, nach außen macht Ihre Gesellschaft
den Eindruck, dass der Erfolg sehr mit Ihrer eigenen Person verbunden
ist. Was würde passieren, wenn Sie mal längere Zeit ausfallen
würden?
Herr White: Diese Frage wurde in den vergangenen Jahren
immer wieder gestellt. Der Annahme, dass die Jack White Productions
AG eine one-man-show ist, muß ich mittlerweile ganz, ganz klar
widersprechen. Zunächst haben wir in unserem Vorstand Herrn Klaus
Munzert, der als Musiker mindestens so begabt und verrückt ist
wie ich; mit meinem Sohn haben wir einen sehr starken Finanzchef. Seit
der Umstellung auf den Vertriebsvertrag haben wir mit Herrn Helmut Schnittke
einen sehr hochkarätigen Vertriebsmann. Bei Herrn Schnittke ist
geplant, dass er auch mittelfristig in den Vorstand aufrücken wird.
Aber lassen Sie uns die Sache von der Praxis her sehen:
Was würde wirklich passieren, wenn mir morgen etwas zustoßen
würde? Unsere ganzen Künstlerverträge sind nicht an Personen
gebunden, sondern gehören der Company. Der Gesamtkatalog unserer
mittlerweile knapp 88.000 Lizenzrechte gehört ebenfalls der Company.
Wir sind in der Tat schon längst keine „ one-man-show“
mehr, sondern ein richtig gutes Team.
DVI: Wann werden Sie selbst wieder verstärkt in
die Musikstudios gehen und sich der „lästigen“ Verwaltungsarbeit
endledigen können?
Herr White: Da die Company jetzt so aufgestellt ist,
dass ich mich um die Verwaltungsdinge nicht mehr so kümmern muß,
wie das in den vergangenen fünf Jahren der Fall war, werde ich
in der Tat ab sofort wieder verstärkt in den Studios sein.
DVI: Was planen Sie mit Cash-flow des Jahres 2004;
werden Sie einen Teil der langfristigen Schulden abbauen?
Herr White: Wir hatten per 30.9. langfristige Darlehen
in Höhe von 5,6 Mio. Euro. Derzeit planen wir keine außerordentlichen
Tilgungen. Pro Jahr tilgen wir knapp 25%. Die Nettoverschuldung lag
per 30.9.04 noch bei knapp 5 Mio. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum
betrug sie noch 8,1 Mio. Euro. Im Laufe dieses Jahres wird sie sich
annähernd ausgleichen, so dass die gute Ertragslage auch deutlich
in besseren Bilanzrelationen sichtbar werden wird.
DVI: Die Aktionärsstruktur hat sich bei Ihnen
deutlich verbessert, Sie sind regelrecht „hoffähig“
bei institutionellen Anlegern geworden. Wie sehen Sie diese Entwicklung?
Herr White: Dadurch, dass sich der free float auf zirka
65% erhöht hat und wir außerdem dieses starke Ertragspotential
vor uns sehen, haben auch institutionelle Investoren die Chancen in
unserer Aktie erkannt. Die börsentäglichen Umsätze betragen
zirka 30.000 Stück, sodaß auch für größere
Investoren genügend Liquidität vorhanden ist. Wir freuen uns,
dass sich im Kreise unserer Aktionäre in der Zwischenzeit institutionelle
Investoren in der Größenordnung zwischen 20 – 25% befinden.
DVI: Ihre Eigenkapitalquote hat sich per 30.9.04 von
48,7% auf 54,8% verbessert. Dadurch ist der Kurs mit 3,24 Euro je Aktie
in cash unterlegt (vor Berücksichtigung der langfristigen Verbindlich-keiten).
Kann dies als Indiz dafür gelten, dass Sie künftig eine Dividende
zahlen werden?
Herr White: Wie schon angedeutet, wird sich unsere
Eigenkapitalquote spürbar verbessern. Auch der Verlustvortrag (in
der AG per 30.9.04 von zirka 2,9 Mio. Euro) wird bis zur Mitte diesen
Jahres voraussichtlich vollständig ausgeglichen sein, sodaß
wir die Gewinne des zweiten Halbjahres 2005 als Dividende im Jahr 2006
ausschütten können.
DVI: Der aktuelle Kurs von ca. 6,4 Euro wird von zahlreichen
Analysten als längst nicht ausgereizt angesehen, die avisierten
Kursziele gehen bis 10.80 Euro. Wo sehen Sie den fairen Wert Ihrer Aktie?
Herr White: Tatsache ist, dass wir durch die diversen
Umstrukturierungen heute ein ganz anderes Ertragspotential haben, als
dies noch vor zwei Jahren der Fall war. Wir sind heute um Klassen besser
aufgestellt. Meines Erachtens hat die Börse dieses schlummernde
und teilweise auch schon sichtbare Ertragspotential noch nicht in vollem
Umfang realisiert. Deshalb gehe ich auch in Zukunft von deutlich steigenden
Aktienkursen aus. Ich habe die starke Zuversicht, dass der Aktienkurs
auch auf dem aktuellen Niveau noch als sehr günstig eingeschätzt
werden kann.
DVI: Besten Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Chefredakteur Rochus C. Rüttnauer.
http://www.das-vorstandsinterview.de