16.03.05  Instock-Interview - Basler AG (WKN: 510200)

Basler: „Es war keiner besser als wir“

Basler HomepageDie Basler AG verzeichnete 2004 eine regelrechte Gewinnexplosion. Wir sprachen mit Finanzchef Peter Krumhoff über die Hintergründe und die weiteren Pläne des Ahrensburger Unternehmens. Basler entwickelt, produziert und vertreibt Vision Technology – die Technologie des künstlichen Sehens.

Instock:
Sie haben 2004 Ihren Vorsteuergewinn um 633 Prozent auf 5,1 Millionen, Ihren Nettogewinn sogar auf 7,1 Millionen Euro ausgebaut. Wie werden daran die Aktionäre beteiligt?

Krumhoff:
Wir werden für 2004 keine Dividende zahlen. Wir benötigen das Geld für das weitere Wachstum des Unternehmens. Davon profitieren letztendlich alle. Dazu kommt, dass unser Cash flow mit 3,3 Millionen nicht allzu hoch ist und wir deshalb jeden Euro für die weitere Entwicklung benötigen.

Instock:
Wie kam es 2004 eigentlich zu dieser Gewinnexplosion, der Umsatz stieg ja nur um vergleichsweise geringe 47 Prozent?

Krumhoff:
Wir haben das alles selbst erarbeitet. Gute Skaleneffekte und nahezu stabile Fixkosten bei deutlich gestiegenen Umsätzen sorgten für die Gewinnexplosion. Da ist gar nichts mysteriös oder ungewöhnlich.

Instock:
So ganz gewöhnlich war der 2004-Gewinnsprung wohl nicht, schließlich ist die 2005-Prognose wesentlich moderater ausgefallen. Wieso sind Sie so zurückhaltend?

Krumhoff:
2005 ist wie immer bei Basler eine konservative Prognose. Wir sind lieber etwas zurückhaltender. Im Fall des Falles heben wir die Prognose lieber im Laufe des Jahres an. Allerdings ist gerade für das erste Halbjahr 2005 eine verstärkte Investitionszurückhaltung zu erwarten. Allerdings ist das von Branche zu Branche unterschiedlich.

Instock:
2005 ist mehr als zwei Monate alt. Wie lief es bisher?

Krumhoff:
So wie vorausgesagt.

Instock:
Mit welchem Auftragseingang rechnen Sie für das laufende Geschäftsjahr?

Krumhoff:
Wir hatten 2004 eine Steigerung des Auftragsbestandes auf 50 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem wesentlich größeren Auftragsvolumen. Allerdings müssen wir auch an dieser Stelle auf das zweite Halbjahr warten.

Instock:
Wollen Sie nur organisch wachsen oder sind auch Zukäufe geplant?

Krumhoff:
Akquisitionen sind für uns immer ein Thema. Wir sehen uns schon seit Jahren um.

Instock:
Woran scheiterten bisher die Bemühungen?

Krumhoff:
Wir haben noch niemand gefunden, der uns gefallen hat. Es war keiner besser als wir.

Instock:
Was die Aktionäre von Basler halten, zeigt der Kursgewinn von mehr als 40 Prozent im vergangenen Jahr. Fühlen Sie sich an der Börse fair bewertet?

Krumhoff:
Wenn man sich unser Kurs-Gewinn-Verhältnis betrachtet und das im Verhältnis zu anderen Unternehmen sieht, gibt es da sicherlich noch Luft, doch das muss jeder Anleger für sich entscheiden.

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