| 14.07.05 | MediGene AG (ISIN: DE0005020903, WKN: 502090) |
Trading INSIDER: Medigene nach übertriebenem Kurseinbruch kaufen
Der Markt reagierte geschockt bis entsetzt auf die Nachricht und übertrieb völlig. Von Kursen um 12 Euro raste die Aktie auf Kurse knapp unter 8 Euro nach unten, wobei nicht zuletzt auch der Selloff nach den Terroranschlägen in London schuld war. Shortplays kamen hinzu, die Umsätze in der Aktie waren enorm, Stoploss-Marken wurden abgeräumt - und dennoch hat sich das Papier letztendlich per Saldo im Bereich oberhalb von 8 Euro stabilisiert. Mit dem Rutsch wurden viele "zittrige Hände" aus dem Markt gewaschen, markttechnisch dürfte die Aktie damit sauber, das Schlimmste vorüber sein. Charttechnisch sieht das natürlich trotz des Bodens, der sich im Bereich um 8 Euro gebildet hat, anders aus. Insbesondere das aufgerissene Gap bei 9,75 bis 10,87 Euro kann zukünftig auf der Aktie lasten, wenn es darum geht, wichtige Impulse nach oben zu setzen. Mittelfristig wird sich, wie immer bei Biotech-Werten, allerdings der Newsflow aus der Pipeline durchsetzen. Und der sieht bei Medigene in den kommenden Monaten wohl positiv aus. Kurz noch einmal zurück zu Polyphenon E. Das Medikament ist auch durch die enttäuschenden Phase-II-Daten bei der Indikation Aktinische Keratose nicht weg vom Markt, auch wenn die Berichterstattung in vielen Medien den Eindruck aufdrängte. Im Gegenteil: Mit einer Zulassung gegen Genitalwarzen ist zu rechnen, der Antrag wird vorbereitet und soll im laufenden Quartal in den USA eingereicht werden. 2007 dürfte das Medikament, ein positives Votum der FDA vorausgesetzt, in den Markt gelangen. Experten sehen ein jährliches Umsatzpotenzial von 100 Millionen Euro, das erreicht werden kann. Der Stellung des Zulassungsantrages für Polyphenon E gegen Genitalwarzen wird ein weiterer Meilenstein folgen müssen, nämlich die Präsentation eines Partners für die Vermarktung des zweiten Medigene-Medikamentes, das an den Markt gelangen dürfte. Dieser Partner dürfte noch im laufenden Jahr präsentiert werden - und er wird Medigene die übliche "Eintrittszahlung" für die Vermarktungsrechte zahlen. Das wird das Ergebnis des Unternehmens positiv beeinflussen. Die misslungene Studie gegen Aktinische Keratose wird übrigens nur sehr untergeordnet Einfluss auf diese Vermarktungspartnerschaft bei Genitalwarzen haben. Hintergrund ist, dass die wichtige klinische Studie III bei dieser Indikation noch nicht in Angriff genommen werden konnte. Doch damit nicht genug der Ereignisse, die im zweiten Halbjahr anstehen. Bei dem Krebsmedikament Eligard, das in Deutschland bereits am Markt ist, stehen die Markteintritte in weiteren europäischen Ländern bevor. Auch das wird Medigene Geld in die Kassen spülen, sei es durch Meilensteinzahlungen oder auch durch steigende Umsatzbeteiligungen. Zuletzt zu nennen ist aus der Produktpipeline schließlich noch der Start der zweiten klinischen Testphase für den Krebswirkstoff EndoTAG, der gegen Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt wird. So enttäuschend die Ereignisse um Polyphenon E waren, sie beeinflussen die Finanzziele des Unternehmens kurzfristig kaum. Die eine Million zusätzlicher Forschungskosten durch die Optimierungsstudie will medigene in den internen Budgets auffangen. Je nach weiterer Entwicklung bei Eligard kann es Medigene gelingen, bereits im laufenden Jahr auf Quartalsbasis in die schwarzen Zahlen zu springen. Dazu kommen positive anstehende Nachrichten aus der Forschungspipeline, sodass der Wind bei der Aktie schnell wieder drehen kann und empfehlen die Medigene-Aktie langfristig als Kauf. Quelle: www.trading-insider.com
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